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01.11.2026

KABumm | Streck Deine Hand aus.

Ein Handschlag gilt. Doch wenn Sozialleistungen gekürzt werden, verdorrt die Hand, die den Schwachen gereicht wird. Michael Wagner erzählt im aktuellen KABumm von der Aktion der KAB: "Würde lässt sich nicht kürzen".

Ein Handschlag gilt. Er sagt: Auf mich kannst du dich verlassen. Im Markusevangelium begegnet Jesus einem Mann mit einer verdorrten Hand. Er sitzt am Rand, kann nicht arbeiten und nichts verdienen. Jesus ruft ihn in die Mitte und fragt die Umstehenden, ob es am Sabbat erlaubt ist, Leben zu retten.

Sie schweigen. Die Regel ist ihnen wichtiger als der Mensch.

Auch heute verdorrt eine Hand: die Hand, die unsere Gesellschaft den Schwachen hinhält. Gekürzt wird nicht am Komfort, sondern an der Untergrenze der Würde. Für die Rüstung wurde das Grundgesetz geändert. Für die Menschen heißt es: Es ist kein Geld da.

Dabei wächst das Geld, es ist nur anders verteilt. Was Menschen gemacht haben, können Menschen prüfen und ändern. Schweigen ist keine neutrale Haltung, sondern eine Antwort. Heilen können wir nicht, aber wagen können wir.

Darum: Streck deine Hand aus, offen und nicht als Faust. Würde lässt sich nicht kürzen. Wer schweigt, kürzt mit. Würde braucht den Sozialstaat.

KAB Landespräses Michael Wagner im aktuellen KABumm für unsere Aktion "Würde lässt sich nicht kürzen".



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