Die Sozialenzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus

Auch wenn „Laudato si“ bereits von Umweltverbänden und Eine-Welt-Gruppen aufgegriffen wurde, wollen wir von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung die wirtschaftsethische Sicht ergänzen, unter dem Anspruch der sozialen Gerechtigkeit und der Solidarität.

Auf seine Weise bündelt Papst Franziskus verschiedene Themen der christlichen Sozialverkündigung in einer ganzheitlichen Sicht der Wirklichkeit. Das Leiden der Armen und das Stöhnen der Erde haben ihre gemeinsame Ursache in der Art unseres Wirtschaftens. Es liegt an uns, das bestehende System zu verändern, die vorherrschende Logik des Geldes und der reinen Gewinnmaximierung zu durchschauen und sie abzulösen durch eine andere Art des Wirtschaftens: Ein Wirtschaften, das aufgebaut ist auf den Prinzipien der katholischen Soziallehre wie weltweiter Solidarität, dem Gedanken des Gemeinwohls, der Sozialverpflichtung des Privateigentums und dem Vorrang der Politik
vor der Wirtschaft.

Der Machbarkeitswahn des Menschen und der Mythos des unbegrenzten Fortschritts führen nicht zum Ziel. Stattdessen muss die Wirtschaft dem Menschen dienen (vgl. die Enzyklika „Laborem Exercens“ über den Sinn der menschlichen Arbeit von Papst Johannes Paul II.). Dazu brauchen wir die Unterscheidung der Geister, was dem Menschen dient und was nicht. Ebenso notwendig sind Kreativität, Mut und Engagement. Im Blick auf Gott wird es gelingen, die Herrschaft des Marktes, des Finanzwesens und der Technokratie zu überwinden zugunsten einer neuen Gerechtigkeit, einer weltweiten Solidarität mit den Armen und Benachteiligten und zugunsten der Ökologie.

Gern geben wir Ihnen unsere Lesehilfe zu der 2015 erschienenen Sozialenzyklika „Laudato si“ an die Hand. Es ist der Versuch, in Kurzform und mit einer gewissen Prägnanz die komplexen Aussagen von Papst Franziskus zu Ökologie und Gerechtigkeit vorzustellen und unter Ihnen eine Diskussion anzuregen.

Lese- und Arbeitshilfe sind auch als Druckversionen über die Geschäftsstelle des Diözesanverbandes bestellbar. Die Abgabe der Lesehilfe erfolgt kostenlos. Die Arbeitshilfe kann gegen einen Unkostenbeitrag von € 5,- pro Exemplar angefordert werden.