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31.03.2021

KAB Bayern warnt Staatsregierung vor Sonntagsöffnungen nach Lockdown

Neben den schwerwiegenden Auswirkungen für die Beschäftigten drohe gerade den kleinen Einzelhändlern ein weiterer Nackenschlag. Sonntage zu Werktagen machen zu wollen, komme einem „gesellschaftspolitischen Offenbarungseid“ gleich.

Mit einem Offenen Brief hat sich der Landesvorstand der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Bayern an Vertreter der Bayerischen Staatsregierung gewandt. Neben Ministerpräsident Markus Söder erhielten das Schreiben auch die zuständigen Staatsminister Hubert Aiwanger (Wirtschaft) und Staatsministerin Carolina Trautner (Familie, Arbeit und Soziales), ebenso die Fraktionsvorsitzenden der demokratischen Parteien.

Die Verfasser bitten die politisch Verantwortlichen darum, bei der Wiederbelebung der bayerischen Innenstädte nach der Pandemie nicht zuerst und ausschließlich an Sonntagsöffnungen zu denken. Denn davon würden gerade diejenigen nicht profitieren, die den Charme einer Innenstadt ausmachten: „Bisherige Erfahrungen haben zweifelsfrei belegt, dass ausschließlich große Filialisten zu den Gewinnern einer Sonntagsöffnung zu zählen sind, Einzelbetriebe aber wenig erlösen konnten.“

Die Bürgerinnen und Bürger litten in diesen Zeiten „nicht am Verzicht auf den Besuch der Bekleidungsgeschäfte, sondern am Verzicht auf persönliche Kontakte“, wie es im Schreiben weiter heißt. Gerade gehe es mehr um gemeinschaftsstiftendes Miteinander in der Gesellschaft als um die Befriedigung des Shopping-Begehrens.

Offener Brief der KAB Bayern im Volltext

KAB-Bayern-offener-Brief-Sonntag-2021-Endversion.pdf



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