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19.03.2021

Corona-Krise nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer*innen austragen

Zum Josefstag ruft die KAB die dramatische Ausbildungssituation ins Bewusstsein. Arbeit und Einkommen seien die Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, so Bundespräses Eirich. Ein Abbau von Arbeitsplätzen in der Krise sei unverantwortlich.

„Es ist ein Skandal, wenn Unternehmen die Corona-Pandemie zu massivem Stellenabbau und zu Entlassungen nutzen“, erklärt KAB-Bundespräses Stefan-B. Eirich. Aus Anlass des traditionellen Josefstags am 19. März erinnert die KAB an die Situation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Der Heilige Josef ist der Patron der Arbeiter und Handwerker und seit genau 150 Jahren auch der Schutzpatron der katholischen Kirche.

Es zeuge von „mangelnder sozialer Sensibilität, wenn insbesondere große Unternehmen die Lasten der Corona-Pandemie auf dem Rücken von Beschäftigten austragen“, so Eirich. Es sei absolut unverantwortlich, durch Arbeitsplatzabbau das angespannte gesamtgesellschaftliche Klima noch zusätzlich zu belasten. Es brauche jetzt dringend ermutigende Signale. Daher begrüßt die KAB Deutschlands die Ausbildungsoffensive von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, Ausbildungsunternehmen mit Zuschüssen zu helfen.

Die KAB protestiert gegen die Streichung von zigtausend Arbeitsplätzen. Den Milliarden-Gewinnen in der Automobilindustrie (VW) und der Energiewirtschaft (RWE) stünden Massenentlassungen bei Siemens Energy (3.000 ), bei der Commerzbank (10.000), beim VW (4.000) und beim LKW-Hersteller MAN (3.500) gegenüber. „Hier wird die Corona-Pandemie als Vorwand genutzt, um massiv Stellen abzubauen und Arbeitnehmer*innen zu entlassen“, erklärt Eirich. Firmen wie die Lufthansa würden trotz Milliarden-Hilfen vom Steuerzahler über 22.000 Vollzeitstellen streichen.

Eirich: Wir können uns keine verlorene Jugend leisten

„Der Arbeiter Josef erinnert uns daran, dass besonders Arbeit und Einkommen Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und ein menschenwürdiges Leben sind“, betont Bundespräses Eirich. Es bestehe die Gefahr, dass eine ganze Generation von jungen Menschen in Schule, Studium und Ausbildung zurückfallen. „Auch in der Krise muss sichergestellt werden, dass jungen Menschen das Recht auf Ausbildung gewährt wird. Wir können uns keine verlorene Jugend leisten“. Die KAB begrüßt, dass die Regierung 700 Millionen Euro für Ausbildungsbetriebe bereitstellen will.



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