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„Arbeit ist mehr als Erwerbsarbeit - wie wir in Zukunft leben und arbeiten werden“

Unser Land befindet sich in einer Zeit dramatischen gesellschaftlichen Wandels. Vor allem die Umbrüche in der Arbeitswelt gehen immer schneller und tiefer voran. Die fast ausschließlich männlich geprägte „Normalerwerbsbiographie“ ist schon längst in Auflösung begriffen. Das Ziel einer Erwerbsvollbeschäftigung nach dem herkömmlichen Muster der Industriegesellschaft scheint nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich und ökologisch illusorisch zu sein, so Haseneder. Die Zahl der Leiharbeiter hat sich innerhalb der vergangenen 15 Jahren versiebenfacht. Jeder vierte der Unter-Dreißigjährigen hat nur einen befristeten Arbeitvertrag. Mehrt als 6 Millionen Menschen in unserem land – überwiegend Frauen – sind im Niedriglohnbereich tätig, und 4,6 Millionen Erwerbstätige bekommen weniger als 7,50 € Brutto die Stunde, so Haseneder weiter.

In den Arbeits- und Diskussionsrunden der Teilnehmer wurden nun diese Thematik aufgearbeitet und nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Auch wurden viele Aussagen aus der Katholischen Soziallehre in den Enzykliken der Päpste beleuchtet und zu Rate gezogen. Arbeit ist mehr als Erwerbsarbeit – auch wenn dies in Zukunft für die Sicherung des Lebensunterhaltes weiterhin entscheidend sein wird. Die KAB tritt dafür ein, die Erwerbsarbeitsgesellschaft hin zu einer „Tätigkeitsgesellschaft“ fortzuentwickeln, die als Leitorientierung für eine moderne soziale und ökologische Marktwirtschaft dienen kann.

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Michaela Götz
Untere Hauptstr. 1
85356 Freising
Tel. 08161 - 21329
Fax 08161 - 21319
e-mail: M.Goetz@kabdvm. de



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