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Aufruf zum 1. Mai 2018

 

„Digitale Arbeitswelt menschenwürdig gestalten“ – so lautet die Forderung der KAB Deutschlands zum 1. Mai 2018. Die Digitalisierung von Wirtschaft und Arbeitswelt darf nicht zur Versklavung von Millionen Arbeitnehmer/-innen führen. Die Politik ist jetzt gefordert, Leit- und Schutzplanken sowie Rahmenbedingungen für eine menschenwürdig gestaltete Wirtschafts- und Arbeitswelt 4.0 zu schaffen.

Armutsfester Mindestlohn von 13,44 Euro

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands setzt sich für einen armutsfesten Mindestlohn von 13,44 Euro ein. Auch Crowd- und Klickworker in der Arbeitswelt 4.0 brauchen eine existenzsichernde Entlohnung. Wir fordern die Regierung auf, die Kontrollen beim Mindestlohn flächendeckend auszubauen. Es ist ein Skandal, dass das über zwei Millionen Arbeitnehmer/-innen immer noch der zustehende Mindestlohn verwehrt wird.

Mitbestimmungsrechte ausbauen

Die Digitalisierung der Wirtschaft darf nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer/-innen und der demokratischen Mitbestimmungsrechte erfolgen. Wir fordern den Ausbau der Arbeits- und Sozialrechte im Bereich von Crowd-Working und IT-Jobs. Internet-Arbeit darf nicht zum rechtsfreien Raum ohne Tarifbindung und Mitbestimmung werden.

Menschengerechte Arbeitszeit

Die Flexibilisierung der Arbeitszeit hat sich dem Gemeinwohl sowie der Zeitsouveranität der Menschen unterzuordnen. Wir fordern daher eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit sowie das Recht der Arbeitnehmer/-innen auf Unerreichbarkeit. Jeder Mensch muss die Möglichkeit haben, am gesellschaftlichen Zeitrhythmus teilzuhaben. Eine digitale Wirtschaft und Arbeitswelt 4.0 hat dem Menschen und der Gesellschaft zu dienen und nicht umgekehrt, der Mensch den Algorithmen der Roboter und Maschinen.

 

Aufruf der KAB Deutschlands als PDF zum Herunterladen:

1-Mai-Aufruf-2018.pdf