Am 27.04.2024 ist im Alter von 96 Jahren Artur Heimann verstorben. Er war eine der prägendsten Persönlichkeiten der KAB in den letzten Jahrzehnten. Seine vielen ehrenamtlichen Funktionen, die er über die Jahre hinweg innehatte – innerhalb der KAB, aber auch z.B. im Diözesanrat oder im Landeskomitee der Katholiken in Bayern – hätten sicher für mehrere Leben gereicht. 1990 brachte ihm sein herausragendes ehren- und hauptamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande ein, überreicht vom damaligen bayerischen Kultusminister Hans Zehetmaier.
1928 geboren, fiel seine Lehrzeit noch in die Zeit des Nationalsozialismus. 1944 legte Artur Heimann seine Gehilfenprüfung zum Rasterfotografen ab und wurde anschließend zum Reichsarbeitsdienst zwangsverpflichtet. In den letzten Kriegstagen sollte er, ebenso wie Kameraden seiner Einheit, noch zu Kriegshandlungen gegen die Amerikaner im heutigen deutsch-österreichischen Grenzgebiet herangezogen werden. Dies blieb ihm aufgrund der deutschen Kapitulation jedoch erspart.
Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft fasste Artur Heimann in München wieder im grafischen Gewerbe Fuß und heiratete 1955. Anfang der 50er Jahre wurde er Betriebsrat, später auch Betriebsratsvorsitzender. Als junger Betriebsrat nahm er an einem Halbjahreskurs des katholischen Sozialinstituts teil. 1958 trat er auf Empfehlung von dessen Rektor Monsignore Berchtold der KAB bei, die damals noch den Namen „Werkvolk“ trug. 1963 wechselte er auch beruflich zur KAB und wurde dort als Diözesansekretär eingestellt. Von 1970 bis 1978 war er Geschäftsführer des KAB-Diözesanverbands, seit 1971 auch Geschäftsführer des KAB-Bildungswerks. Von 1978 bis zu seinem Ruhestand 1987 war er als Geschäftsführer der Region Nord des Diözesanrats der Katholiken tätig.
Überragend war sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement. Unter anderem war Artur Heimann:
Noch bis zum Jahr 2014 war Artur Heimann ehrenamtlich aktiv, damals als stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises „Arbeitswelt - Wirtschaft – Sozialpolitik“ im Diözesanrat.
In der KAB bleiben vor allem sein beinahe lebenslanger Einsatz für Arbeitnehmer:innen-Rechte und sein wegweisendes Engagement in der Bildungsarbeit in Erinnerung. Bei einer bewegenden Trauerfeier am Ostfriedhof haben am 6. Mai 2024 seine drei Kinder, ebenso Verwandte, Weggefährten sowie Ehren- und Hauptamtliche aus der KAB von Artur Heimann Abschied genommen. Die KAB wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
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