Frauen mit KAB-Fahnen am Weltfrauentag in Würzburg 2018. Foto: KAB
Die Gefahr häuslicher Gewalt steigt, so die Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer*innen (WBCA) in ihrer Botschaft zum Weltfrauentag. KAB-Bundespräses Eirich betonte, besonders Frauen litten weltweit unter der Last der Pandemie-Maßnahmen.
„Die Corona-Pandemie zeigt, dass unsere globale Gesellschaft noch weit entfernt ist von einer Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Weltweit sind es besonders die Frauen, die unter der Last der aktuellen Pandemie-Maßnahmen leiden“, betont KAB-Bundespräses Stefan-B. Eirich aus Anlass des Weltfrauentag am 8. März.
Frauen sind nicht nur durch ihre berufliche Situation im Pflege- und Dienstleistungsbereich verstärkt den Gefahren der Corona-Ansteckung ausgeliefert; der weltweite Lockdown führe gerade bei Frauen zum Verlust von Arbeit und Einkommen, und somit zu Ausgrenzung, Armut und Hunger. Die derzeitigen Maßnahmen der Pandemie haben weltweit zu extremen Dreifach-Belastungen von Frauen geführt. „Wir Frauen sind nicht nur Mütter, die die Familienarbeit leisten müssen, sondern wir müssen auch die Arbeit der Schulen für unsere Kinder übernehmen und dennoch weiterhin Erwerbsarbeit leisten, um unsere Familien zu versorgen“, erklärt die Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer*innen (WBCA) in ihrer Botschaft zum Weltfrauentag. Zudem seien viele Mütter Analphabetinnen oder es fehle an technischen Voraussetzungen, um ihren Kindern unter Lockdown-Bedingungen eine Chance im Bildungssystem zu eröffnen.
Gleichzeitig führen die Pandemie-Maßnahmen zur Isolation von Frauen und Stress in den Familien. „Weltweit hat die Politik des Eingesperrtseins in die eigenen vier Wände zu einem dramatischen Anstieg häuslicher Gewalt in den Familien und nicht zuletzt zu Kindesmissbrauch durch eigene Familienangehörige geführt“, so die WBCA. Deshalb ruft die KAB die Politik auf, gegen eine Gesellschaft der Ungleichheiten, des Patriachats und der Diskriminierung vorzugehen.
Botschaft der WBCA zum Weltfrauentag 2021 im Volltext (PDF)
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