Mit der Lockerung des Shutdown dürfen die wahren Helden der Corona-Krise nicht vergessen werden. Immer noch werden sie mit einem Mindestlohn abgespeist. Die KAB fordert 500 Euro mehr im Monat für Pflegepersonal plus Gefahrenzulagen.
„Weder die magere Mindestlohnerhöhung in der Pflege zum 1. Mai noch der regelmäßige Applaus schaffen gerechte Arbeitsbedingungen im Pflegebereich!“ Dies erklärte KAB-Bundesvorsitzende Maria Etl aus Anlass des heutigen Internationalen Tag der Pflege.
Der katholische Sozialverband fordert daher monatlich 500 Euro mehr für alle Beschäftigten in der Pflege sowie eine Zulage für Beschäftigte, die Gefahren in ihrer täglichen Arbeit ausgesetzt sind.
"Es ist endlich Schluss mit leise. Der Pflegenotstand ist ein Ergebnis falscher politischer Entscheidungen. Die Situation für die Pflegenden muss dringend verbessert werden, denn sie leisten nicht nur in der jetzigen Zeit unverzichtbare Arbeit in den Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Handicap."
Etl kritisiert die jüngste Mindestlohnerhöhung für Pfleger*innen und Pflegehilfskräfte um 120 Cent pro Stunde. "Hier werden systemrelevante Arbeitsbereiche mit einem Mindestlohn abgespeist, der weder existenzsichernd ist, noch Altersarmut verhindert", so die KAB-Bundesvorsitzende. Die KAB Deutschlands fordert eine Lohnuntergrenze von Mindestens 13,69 Euro.
Der Sozialverband hat seine Mitglieder aufgerufen, sich bundesweit für einen höheren Mindestlohn einzusetzen und für gerechte Bedingungen in der Pflege zu kämpfen. "Wir sehen die Gefahr", so Etl, "dass mit den weiteren Lockerungen des Shutdown die wahren Helden in der Corona-Krise einmal mehr wieder vergessen werden".
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf hat 2020 zum weltweiten Jahr der professionell Pflegenden und Hebammen erklärt: „Diese beiden Gesundheitsberufe sind unschätzbar wertvoll für die Gesundheit der Bevölkerung. Ohne sie werden wir die Nachhaltigen Entwicklungsziele und eine universelle Gesundheitsversorgung nicht erreichen können. 2020 wird sich darauf fokussieren, die enormen Leistungen von Pflegefachpersonen und Hebammen hervorzuheben und sicherzustellen, dass wir den Mangel an diesen lebenswichtigen Berufen addressieren.“
Hintergrund ist auch, dass sich am 12. Mai 2020 der Geburtstag der Pionierin der Krankenpflege, Florence Nightingale, zum 200. Mal jährt. Florence Nightingale nutzte ihre Lampe, um die Orte zu beleuchten, an denen Pflegende arbeiteten.
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