Ein voller Bauch vergisst leicht: Irgendwann kippt es, und nicht mehr ich besitze etwas, sondern es besitzt mich. Das aktuelle KABumm von KAB-Präses Michael Wagner fragt zu Erntedank, wem wir unseren Wohlstand wirklich verdanken.
In den Kirchen liegen Äpfel, Kürbisse und Brot – Erntedank feiert die Schönheit der Schöpfung. Doch die biblischen Texte mahnen zugleich: Wer satt ist und Besitz anhäuft, läuft Gefahr, nicht mehr zu besitzen, sondern besessen zu werden. Erich Fromm nennt das die "Existenzweise des Habens": Je mehr ich habe, desto größer die Angst, es zu verlieren.
Genau davon erzählt das Gleichnis vom reichen Kornbauern, der seine Ernte feiert und dabei vergisst, wer sie eingebracht hat – die Felder, die Knechte, die Tagelöhner. Dieses Denken prägt bis heute: Billige Lebensmittel haben ihren Preis – ausgelaugte Böden, Erntehelfer unter Druck, Kobalt aus dem Kongo in unseren Handys. Papst Franziskus mahnt in "Laudato si'": Die Klage der Armen und die Klage der Erde gehören zusammen.
Präsees Michael Wagner und die KAB stellen im aktuellen KABumm die richtigen Fragen – nach innen und nach außen – für gerechte Löhne und faire Lieferketten.
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