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30.09.2026

Gesetzliche Rente muss für die Menschen da sein

Foto: (c) KAB/Canva.

Das Rentensystem in Deutschland soll umfassend reformiert werden. Auf Basis der Vorschläge der Alterssicherungskommission muss nun der Bundestag entscheiden. Die KAB Deutschlands fordert eine armutsfeste und solidarische Alterssicherung und bringt ihr Rentenmodell in die aktuelle Debatte ein.

Pressemitteilung: Gesetzliche Rente muss für die Menschen da sein

KAB Deutschlands fordert armutsfeste und solidarische Alterssicherung und bringt ihr Rentenmodell in die aktuelle Debatte ein

Köln/München, 30.09.2026. Im Herbst 2026 steht der Deutsche Bundestag vor einer wichtigen Entscheidung. Das System der Alterssicherung in Deutschland soll umfassend reformiert werden. Grundlage sind die Empfehlungen der Alterssicherungskommission, die ihren Bericht am 23. Juni 2026 vorgelegt hat. Jetzt ist der Bundestag gefragt. Die Abgeordneten können und müssen die Vorschläge diskutieren und, wenn nötig, auch verändern. Bei einer Reform, die die Alterssicherung für viele Jahre festlegt, braucht es eine breite gesellschaftliche Debatte.

Die KAB Deutschlands hat die Empfehlungen der Alterssicherungskommission deshalb kritisch bewertet. Gleichzeitig bringt sie ihr Rentenmodell in die Diskussion ein.

Alterssicherung muss zum Leben passen

„Wer arbeitet, Kinder erzieht oder Angehörige pflegt, muss sich darauf verlassen können, im Alter abgesichert zu sein. Das ist unser Ausgangspunkt. Denn nicht alle Menschen haben ein geradliniges Erwerbsleben. Teilzeit, Selbstständigkeit, Arbeitslosigkeit, Kindererziehung oder Pflege gehören für viele dazu. Eine Rentenreform muss diese Lebensrealitäten berücksichtigen. Menschen mit kleinen Einkommen oder unterbrochenen Erwerbsbiografien dürfen nicht durchs Raster fallen“, so Stefan Wöstmann, Mitglied des Bundesvorstands und der Fachgruppe „KAB und Soziales“.

Die gesetzliche Rente soll nicht von Risiken der Kapitalmärkte abhängig werden. Betriebsrenten und private Vorsorge können eine Ergänzung, kein Ersatz sein. Auch das Rentenniveau muss verlässlich bleiben. Die KAB fordert, es über 2031 hinaus bei mindestens 48 Prozent zu sichern. Perspektivisch hält sie 53 Prozent für notwendig, damit Menschen ihren Lebensstandard im Alter sichern können.

Eine Rentenversicherung für alle Erwerbstätigen

Die KAB unterstützt den Ausbau der gesetzlichen Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung. Langfristig sollen alle Erwerbstätigen einbezogen werden – auch Selbstständige, Abgeordnete und perspektivisch Beamte und berufsständische Versorgungssysteme.

Auch bei den Minijobs sieht die KAB Handlungsbedarf. Eine Versicherungspflicht ab dem ersten Euro kann verhindern, dass Menschen über Jahre arbeiten und trotzdem kaum Rentenansprüche aufbauen.

Das KAB-Rentenmodell: Niemand soll im Alter durchs Raster fallen

Die KAB greift ihr 2025 bereits beschlossenes Rentenmodell in den aktuellen Diskussionen auf. Es geht um eine verlässliche Mindestsicherung innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung zur Verhinderung von Altersarmut trotz lebenslanger Leistung.

Grundidee ist eine Versicherungspflicht für alle. Wer aufgrund eines niedrigen Einkommens nur geringe Rentenansprüche aufbauen kann, soll zusätzlich abgesichert werden. Gleichzeitig bleibt es dabei: Wer mehr einzahlt, bekommt auch mehr Rente.

Auch Kindererziehung und Pflege müssen sich in der Rente wiederfinden. Das KAB-Modell sieht deshalb eine stärkere Anerkennung dieser Zeiten vor.

Die Rente ist eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft

Die KAB fordert eine verlässliche Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung. Dazu gehört ein ausreichender Bundeszuschuss. Die KAB setzt sich für die Einführung eines Demografie-Anteils aus Bundesmitteln als Element zur Stabilisierung der gesetzlichen Rentenversicherung ein. Denn der demografische Wandel ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft.

Downloads

Das Positionspapier der KAB ist abrufbar auf der Website der KAB Deutschlands.

Das Rentenmodell der KAB ist abrufbar auf der Website der KAB Deutschlands.



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