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08.07.2026

CWM Tansania zu Gast in München: Highlights und Fotos

CWM-Delegation mit Dr. Bärbel Kofler, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Mitte) und Gastgebern der KAB München und Freising. Personen von links nach rechts: Sibylle Schuster, KAB-Geschäftsführerin; Karl Busl, Leiter des AK Tansania; Irmgard Bauta, Mitglied AK Tansania; Angela Shirima, Geschäftsführung CWM Tansania; Maximilian Mtaki, Vorsitzender CWM Tansania; Philomena Kimolo, Finanzen CWM Tansania; Dr. Bärbel Kofler, MdB; Hannes Kreller, Mitglied AK Tansania; Junith Haule, Vorsitzende CWM Tansania; Gerd Endres, Vorsitzender KAB Bildungswerk. Foto: KAB

Im Rahmen der Partnerschaft mit der Christlichen Arbeitnehmer-Bewegung (CWM) in Tansania hat im Juni eine Delegation der CWM München besucht. Auf dem Plan standen politische Gespräche, ein Treffen mit Kardinal Marx, Bildungsabende und Vorort-Termine bei sozialen und landwirtschaftlichen Projekten.

Autor: Karl Busl, Leiter des AK Tansania

Seit 15 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen der KAB München-Freising und der CWM (Christian Workers Movement) in der Diözese Morogoro in Tansania. Nach einem Besuch des KAB-Diözesanverbands in Tansania 2023 reiste nun vom 15. bis zum 28. Juni 2026 eine Delegation der CWM nach München. Die Gäste übernachteten bei Mitgliedern der KAB, um einen authentischen Einblick in die Lebensweise vor Ort zu bekommen.

Zum Programm gehörten Treffen mit Politikern, wie Staatssekretärin Dr. Bärbel Kofler und Mitarbeitern der bayerischen Staatskanzlei, und auch mit dem päpstlichen Hilfswerk missio in München. Der Empfang bei Kardinal Marx, der sich sehr genau über die Situation in Tansania erkundigte, gehörte zu den Höhepunkten der Reise. Alle waren an Informationen aus erster Hand sehr interessiert. Der Kardinal gab uns die Botschaft mit, dass die Werte des katholischen Glaubens eine hervorragende Basis für internationale Solidarität seien. Er stellte auch klar, dass er diese Botschaft als Auftrag sieht.

Das spirituelle Leben in Bayern war ein wichtiger Programmpunkt. Höhepunkt war der Besuch der Gnadenkapelle in Altötting und ein Abend-Gottesdienstes, bei dem der Pfarrer die Delegation persönlich begrüßte. In Erinnerung blieb auch der festliche Sonntags-Gottesdienst im Münchner Dom und mehrere Messen im Rahmen der Besuche bei KAB Ortsgruppen.

Der Schutz der Umwelt ist in Tansania ein wichtiges Thema der Katholiken. Die Bewahrung der Schöpfung ist dort Christenpflicht. Inspiriert von der Enzyklika „laudato si“ von Papst Franziskus. Die Projekte der CWM umfassen u.a. Aufforstung, Bio-Anbau, bzw Alternativen zum Kochen mit Holzkohle. Daher nahm dieses Thema großen Raum ein.

Vertreter der Energiegenossenschaft egis nahmen sich viel Zeit um den Bau und Betrieb von Solaranlagen und die Struktur ihrer Genossenschaft zu erklären. Ein Besuch bei einem Bio-Bauern und einem Bio-Ziegenzüchter zeigten, wie die Produkte bei uns erzeugt und vermarktet werden. Bei der Agrar-Genossenschaft, Kartoffelkombinat in Egenhofen, wurde das Konzept der solidarischen Landwirtschaft vorgestellt, das hervorragend zu den Forderungen von „laudato si“ passt.

Das im Moment größte Projekt der CWM Morogoro ist die Unterstützung von Hausangestellten und deren Weiterbildung. Der Rektor der Berufsschule in Riem nahm sich einen kompletten Tag Zeit, um den Gästen unser duales Ausbildungs-System zu erklären und uns am Unterricht teilnehmen zu lassen. Vor allem die Fürsorge für Benachteiligte in eigenen Werkstätten und bei der Pfennigparade in München beeindruckte die Tansanier sehr

In sechs Abendvorträgen, von oft mehr als zwei Stunden, stellten die Besucher aus Tansania ihre Projekte den KAB Gruppen in Freising, Altötting, Geretsried, Flintsbach, Markt Schwaben und Odelzhausen vor. Die Veranstaltungen zogen mehr als 200 Besucher an. Die Zeit reichte meist nicht für die vielen Fragen.

Was nehmen wir mit von der Begegnung? Was können wir lernen?

Mit Sicherheit die positive Lebenseinstellung und das Vertrauen in Gott; trotz sehr widriger Umstände nicht jammern, sondern das Beste draus machen.

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