Peter Ziegler, Landesvorsitzender der KAB Bayern. Foto: KAB
In Corona-Zeiten sind Freiwilligendienste besonders unter Druck. Die KAB Bayern forderte zum „Tag des Ehrenamts“ am 05.12.2021, ehrenamtlich Engagierten mehr Weiterbildungsmöglichkeiten zu eröffnen – mit einem bayerischen Bildungszeitgesetz.
„Ehrenamtsarbeit ist unter den Lockdown- und Corona-Schutzmaßnahmen deutlich schwieriger geworden“, erklärt Peter Ziegler, Landesvorsitzender der KAB Bayern, anlässlich des internationalen Tags des Ehrenamts am Sonntag, den 5. Dezember. Ehrenamtlich und freiwillig Engagierte müssten verstärkt durch Fortbildung unterstützt werden – etwa beim Ausbau der Kommunikation, beim Einsatz neuer Technologien oder bei der Entwicklung neuer Veranstaltungsformen in der Pandemie. In diesem Zusammenhang bekräftigt die KAB Bayern erneut die Forderung nach einem Bildungszeitgesetz für Bayern.
„Abseits der üblichen Sonntagsreden wäre ein Recht auf bezahlte Bildungsfreistellung jetzt das richtige Signal der Anerkennung für die Millionen ehrenamtlich Engagierten im Freistaat“, so Peter Ziegler. Ein Bildungszeitgesetz solle allen Beschäftigten erlauben, sich an fünf Tagen im Jahr beruflich, politisch oder für das Ehrenamt fortzubilden. „Davon profitieren Arbeitgeber und Gesellschaft gleichermaßen. Denn berufliche Qualifikation kann auch fürs Ehrenamt genutzt werden und ehrenamtliche für den Beruf. Wir sehen besonders auch in der Corona-Zeit, dass die Anforderungen an Qualifikation und Flexibilität immer weiter steigen. Eine laufende Weiterbildung ist für Beschäftigte und ehrenamtliche Kräfte gleichermaßen unverzichtbar.“
Ein Bildungszeitgesetz gibt es bereits in 14 anderen Bundesländern. Dort haben Beschäftigte einen gesetzlichen Anspruch darauf, sich für eine Weiterbildung von der Arbeit freistellen zu lassen. Damit auf dieses Anliegen auch in Bayern ein Rechtsanspruch besteht, ist die KAB einem breiten Bündnis aus 24 Organisationen aus den Bereichen des Ehrenamtes und der Gewerkschaften beigetreten. Zuletzt hatte das Bündnis „Bildungszeit für Beschäftigte in Bayern“ die CSU in einer Pressemitteilung vom 14. Oktober 2021 zum Handeln aufgerufen. Bislang scheitert das Bildungszeitgesetz am Widerstand der bayerischen Regierungspartei.
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