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Bildungszeitgesetz! Jetzt! KAB fordert bezahlte Bildungsfreistellung

Digitalisierung und gesellschaftlicher Wandel bringen steigende Anforderungen an die Qualifikation jedes Einzelnen mit sich - im Beruf, aber auch bei ehrenamtlichen Tätigkeiten. Wer in Bayern arbeitet, kann sich bislang allerdings nicht ohne Weiteres für eine Weiterbildung freistellen lassen. Gemeinsam mit Gewerkschaften und weiteren Verbänden kämpft die KAB Bayern deshalb ab sofort im Bündnis „Bildungszeitgesetz! Jetzt!“ für einen rechtlich garantierten Anspruch der Arbeitnehmer auf Bildungszeit. In 14 von 16 Bundesländern gibt es bereits ein Bildungszeitgesetz.

Mindestens zehn Tage in zwei Jahren

Gemeinsam mit insgesamt 21 Mitgliedsorganisationen des Bündnisses „Bildungszeitgesetz! Jetzt!“ fordert die KAB die Bayerische Staatsregierung zum Handeln auf. Ziel ist eine bezahlte Bildungsfreistellung für mindestens zehn Tage in zwei Jahren. Die Regelung soll für alle Arbeitnehmer*innen, dual Studierenden sowie Beamt*innen in Bayern gelten. Eine Bildungszeit soll dabei nicht nur aus beruflichen Gründen beantragt werden können, sondern auch der politischen und allgemeinen Bildung sowie der qualifizierten Ausübung von Ehrenämtern dienen.

Bessere Chancen nach der Landtagswahl

Bislang gibt es innerhalb der Regierungspartei CSU keine Mehrheit für ein Bildungszeitgesetz. Bei einer Podiumsdiskussion der KAB Bayern [Link zum Artikel] hatten sich im September allerdings bereits die Vertreter von SPD, Grünen und Freien Wählern klar für eine gesetzliche Regelung ausgesprochen. "Sollte es nach den Landtagswahlen zu Koalitionsverhandlungen kommen, dann bestehen gute Aussichten, dass durch den kleineren Koalitionspartner auch die CSU zu einem Bildungszeitgesetz überzeugt wird", fasste der KAB-Diözesanvorsitzende Hannes Kreller zusammen.

 

Nähere Informationen zum Bündnis „Bildungszeitgesetz! Jetzt!“ finden Sie auf der Website des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

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