KAB Deutschlands e.V.
Frauentürme München, Lorenz Huber Gedenktafel, Türme des Freisinger Doms, Jahresschwerpunktthema 2013
KAB Diözesanverband München und Freising e.V. Kontakt| Downloads| Impressum

Sonntag muss Sonntag bleiben – Hände weg vom arbeitsfreien Sonntag!

Im Mittelpunkt allen wirtschaftlichen Handelns muss der Mensch stehen. Darum ist auch der Sonntag in Art. 147 der Bayerischen Verfassung „als Tag der seelischen Erhebung und der Arbeitsruhe gesetzlich geschützt." Der Mensch ist keine Maschine, er ist mehr als ein Wirtschaftsfaktor, er hat seine Würde, und er braucht regelmäßige Pausen im Arbeitsprozess, schon um sich seine Arbeitskraft und die Gesundheit zu erhalten. Andernfalls wird der Mensch krank. Dazu kommt der Schutz der Familie als Keimzelle der menschlichen Gesellschaft. Gemeinsame, kollektive Zeitraster sind notwendig, um als Familie vernünftig leben zu können. Jede Gesellschaft braucht ohnehin einen gemeinsamen Rhythmus, damit soziales, politisches, religiöses, sportliches und kulturelles Leben möglich ist.

Ausnahmen gibt es ohnehin genug: In Deutschland schafft jeder vierte Arbeitnehmer regelmäßig am Wochenende. Keine Frage, dass die öffentliche Versorgung und die Belange der Allgemeinheit Ausnahmen notwendig machen. Doch diese Ausnahmen müssen Ausnahmen bleiben. Bayernweit ist der Einzelhandel bestrebt, mit zusätzlichen Verkaufsöffnungen die Kaufkraft stärker an sich zu ziehen. Aber je öfter eine Ausnahme vom Gesetz gemacht wird, ob auf den kurzen Antrag des Gewerbevereins oder das Bestreben eines Möbeldiscounters, desto mehr wird der Sonntagsschutz ausgehöhlt. Und hat erst einmal der Handel eine Bresche geschlagen, wird die Industrie nachziehen.

Der Sonntag muss frei gehalten werden von wirtschaftlichen Interessen. Er ist für den Menschen da und nicht für den Umsatz und Profit des Einzelhandels. Zu zwei Drittel sind es Frauen, die dort arbeiten, oft alleinerziehende Mütter. Sie erleben die Kehrseite der Sonntagsöffnung. Fürs Einkaufen muss, auch zum Schutz der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Woche genügen.

Katholische Arbeitnehmer-Bewegung
Diözesanverband München  und Freising
München, am 28.04.2016


Suche